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Glanzlichter Jordaniens - Wandern in Petra und Wadi RumJordanien / WandernReise Nr. 1205 Erleben Sie zwei der spektakulärsten Regionen Jordaniens bei intensiven Tageswanderungen und lernen Sie dabei die reiche Kultur der Nabatäer kennen. Petra erschließt sich dem Reisenden erst richtig beim Wandern; denn nur zu Fuß kann man die entlegenen Tempel und Opferplätze erreichen. Sie liegen zwischen vielfarbigen Sandsteinbergen oder auf markanten Plateaus. Der höchste Punkt mit einzigartiger Aussicht ist der heilige Aaronsberg (1.350 m), auf dem Moses Bruder begraben liegen soll. Auf dem Gipfel steht eine kleine, weiße Moschee, von der sich ein weiter Blick über die Berge bietet. Übernachtet wird jeweils in Petra im Hotel. Im Wadi Rum wandern Sie über roten Sand auf Dünen, zwischen mächtigen Inselbergen und von der Natur gebildeten Felsbögen zu einem Canyon. Da unser Führer Ihnen das Wadi Rum fernab fest installierter Touristen-Camps zeigt, erleben Sie seine Ruhe und Weite. Sie werden von unserer Begleitmannschaft versorgt und übernachten in Zelten oder unter dem Sternenhimmel. Verraten möchten wir Ihnen noch, dass Sie bei uns die bekannt schmackhafte Küche des Nahen Ostens auch täglich auf dem Trekking genießen. Abgerundet wird das Erlebnis Jordanien von einem Besuch der Mosaikstadt Madaba und einem Abstecher zum Berg Nebo. Madaba, wo die Hälfte der Bevölkerung Muslime und die andere Hälfte Christen sind, steht symbolisch für das friedliche Miteinander der Kulturen und die große Herzlichkeit der Jordanier.
Tourverlauf: 1. Tag Anreise Linienflug mit Royal Jordanian von Frankfurt nach Amman. Je nach Flugtermin evtl. separater Flug von München nach Amman möglich (Frühe Buchung wichtig, da Flug separat angefragt werden muss und kurzfristig oft nicht mehr bestätigt werden kann). Ermäßigte Hauser Bahnanreise innerhalb Deutschlands möglich (ggf. bitte bei Anmeldung Abfahrtsbahnhof und Besitz einer Bahncard nennen!). Nach Ankfunft in Jordaniens Hauptstadt etwa 40 Minuten Fahrt zum Hotel in Madaba. Übernachtung im Hotel in Madaba [A] 2. Tag Totes Meer – Kerak – Petra Über landschaftlich reizvolle und wenig befahrene, kleine Sträßchen fahren hinunter zum Toten Meer (mit 400 Meter unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt der Erde), wo sich uns eine Bademöglichkeit der besonderen Art bietet. Lassen Sie sich auf dem extrem salzigen Wasser treiben wie ein Korken! Nächster Programmpunkt ist die alte Kreuzritterburg Kerak, die über einem tief eingeschnittenen Talkessel in 950 m Höhe thront. 1142 von Payen Le Bouteiller angelegt, galt sie als wichtiges Bindeglied in einer Kette von Kreuzritterburgen, die von Syrien bis zum Roten Meer reichte. Später wurde Kerak vom Mamelucken-Sultan Baibars, der auch Herrscher über die bekannteste Kreuzritterburg Craq de Chevaliers in Syrien war, zu einer mameluckischen Festung umgebaut. Über die ehemalige Königsstraße und die Berglandschaft beim Nationalpark Dhana führt unsere Route nun zur berühmten Nabatäer-Stadt Petra. Übernachtung im Hotel in Petra, wo wir für 3 Nächte bleiben [FA] 3. Tag Petra – Siq, Schatzhaus und Felsentempel Der Siq, eine ca. 1,2 km lange, enge und kühle Felsenschlucht von faszinierender Schönheit, bildet den Zugang nach Petra. An manchen Stellen nur 2 m breit, ist der Siq das Ergebnis tektonischer Kräfte. Durch diese Schlucht hindurch gelangen wir in die antike Hauptstadt der Nabatäer, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde und die sicherlich zu den Juwelen unter den Sehenswürdigkeiten des Nahen Ostens gehört. Am Ende der dämmrigen, kühlen Schlucht erkennen wir in Licht getauchte, rosafarbene Tempelsäulen und stehen plötzlich wie gebannt auf einem offenen Platz vor der hoch aufragenden, aus Fels gehauenen Fassade, dem sogenannten ”Schatzhaus der Pharaonen'. Stimmen von Beduinen und der Anblick eines Kamels vor dem Eingang zum Tempel holen uns wieder in die Realität zurück. Wir sind umgeben von einem Labyrinth bizarrer, in rötlichen Pastellfarben schimmernden Sandsteinfelsen, aus denen Kunsthandwerker Bauwerke herausgemeißelt haben. Wir wandern durch das riesige Areal und erkennen, dass die überwältigende Schönheit dieses Ortes mit Worten nur schwer zu beschreiben ist. E.T. Lawrence (Lawrence von Arabien) nannte Petra das achte Weltwunder und seiner Erkenntnis, dass jeder noch so schillernde Bericht über das 'Gesamtkunstwerk' Petra vor dessen realer Wirkung verblasst, müssen wir uns anschließen. Hollywood-Regisseur Steven Spielberg war von der ehemaligen Nabatäerstadt so begeistert, dass er sie als Filmkulisse seiner Indiana-Jones-Trilogie einsetzte - aber das ist eine andere Geschichte. Wir steigen nachmittags in einer rund 1,5-stündigen Wanderung zum Felsentempel Ed-Deir hinauf, mit 40 m Höhe und 47 m Breite eine der gewaltigsten petrischen Felsfassaden, die im milden Licht der späten Nachmittags-Sonne besonders fotogen wirkt. Auf dem Rückweg bewundern wir noch andere namhafte Königsgräber, bevor wir unser Hotel erreichen. Gehzeit: 4-5h; Übernachtung im Hotel [FA] 4. Tag Wanderung auf den Aaronsberg Wir verlassen unser Hotel zu einer längeren Wanderung. (Alternativ zu dieser Tour besteht die Möglichkeit zur Erholung oder eigenen Erkundungen im weitläufigen Gelände von Petra). Unser Ziel: der 1.396 m hohe Jebel Haroun (Aaronsberg), auf dessen Gipfel sich ein einfaches, kleines Kuppelgebäude befindet - von weitem ist es immer als weißer Tupfer auf der Bergspitze erkennbar. Der Legende nach birgt es das Grab Aarons (arabisch Haroun), dem Bruder Moses. Der Weg zum Gipfel führt zunächst auf der Weihrauchstraße durch das Wadi es-Sugra. Wir passieren das Schlangenmonument und verlassen bald den Hauptweg zwischen Ruinen, um abseits der Besucherströme stetig bergauf zu steigen. Über einen Saumpfad erreichen wir mit unserem Führer den höchsten Punkt, wo wir mit einer herrlichen Aussicht für die Aufstiegsmühen belohnt werden. Wir sollten nicht versäumen, die letzten Sonnenstunden zwischen den Tempeln aus rosa Stein zu verbringen. Denn je tiefer die Sonne sinkt, umso strahlender und kräftiger werden die Farben des Sandsteins. Regelrechte Muster werden im Zusammenspiel aus Licht und Schatten und den differenzierten Farbverläufen des Gesteins deutlich. Wer möchte, kann sich im Hammam (Dampfbad) von Wadi Mousa - im Ort oberhalb Petras - entspannen. Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 500m; Abstieg: 500m; Übernachtung im Hotel [FMA] 5. Tag Hoher Opferplatz – Wadi Rum Auf selten begangenen Wegen wandern wir über einen landschaftlich sehr reizvollen und wenig begangenen Seitenpfad hinauf zum Großen Opferplatz auf dem Zibb Atuf. Das Heiligtum, 1.035 m hoch gelegen, wurde erst 1882 von dem englischen Fotografen E.L. Wilson entdeckt. Auch hier lässt uns ein unbeschreibliches Panorama verstummen: Eine von Wind und Wetter gezeichnete, rostbraun-violette Felslandschaft rundum. Die Region wirkt fantastisch, unwirklich! Auf dem steinernen Opfertisch des 65 m langen Platzes wurden Tieropfer, aber auch Korn und Milch dargebracht. Der Hauptgott der Nabatäer hatte seine Wohnstätte im Stein. (Der Name 'Petra', auch das 'rosarote Juwel' der Nabatäer genannt, bedeutet auf Griechisch 'Fels'.) Auf vier Wegen kann man den Zibb Atuf wieder verlassen; unser Wanderreiseführer wird uns den schönsten davon zeigen. Nachmittags erfolgt die Fahrt ins Wadi Rum, jener Landschaft, die schon der bereits erwähnte E.T. Lawrence als ”Unermesslich vom Echo widerhallend und göttlich' bezeichnete. Zweifellos erleben wir hier die eindrucksvollste Wüstenlandschaft Jordaniens, in der 1962 David Lean den berühmten Historienstreifen 'Lawrence von Arabien' drehte. Das weitverzweigte Wüstental mit seinen bis zu 400 m hohen Felsmassiven, darunter auch der höchsten Erhebung des Landes, dem Jebel Um ad-Dhami (1.854 m), erstreckt sich im äußersten Süden des Landes, Luftlinie ca. 40 km östlich von Aqaba. Wir fahren bis zum Eingang des Wadi Rum und wandern heute noch etwa 2 Stunden. Unser Zeltlager schlagen wir in unmittelbarer Nähe auffällig roter Dünen auf. Gehzeit: 4h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 300m; Übernachtung im Zelt [FA] 6. Tag Wadi Rum – Barah Canyon – Jebel Burdah Während des Aufenthalts im Wadi Rum zelten wir in der Wüste und werden von unserer Begleitmannschaft verköstigt. Morgens und nachmittags wandern wir und legen mittags eine ausgiebige Pause im Schatten ein. Interessant ist nicht nur das Unterwegssein im Wadi Rum, sondern auch ein Blick auf jene erdgeschichtliche Verwerfung, die vor etwa 30 Millionen Jahren die Umgebung von Rum, die Beeka-Ebene im Libanon, das Jordantal, den Golf von Aqaba, das Rote Meer und auch den ostafrikanischen Graben hervorbrachte. Ein großer geologischer Bruch trennte Gesteinsmassen, riß gewaltige Schluchten auf und isolierte einzelne Berge. Alles Übrige verdanken wir der Erosion, die den weichen Sandstein zu bizarren Formen geschliffen hat - Kuppeln, Pilze oder Orgelpfeifen, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Schauend und staunend angesichts dieser wilden Szenerie ziehen wir zur von Sand durchzogenen Felsenschlucht Barah Canyon und weiter zum Jebel Burdah, einer großen, natürlichen Felsenbrücke. Nach einer kurzen Dämmerungsphase kommt schnell die Nacht, und über unseren Köpfen erstreckt sich ein sternengetränkter Himmel, den wir von einem Horizont zum anderen bestaunen. Gehzeit: 6-7h; Übernachtung im Zelt [FMA] 7. Tag Wadi Rum – Um Mafrudh – Wadi Sel Heute setzen wir unser Trekking durch das Wadi Rum fort und wandern zur kleinen Felsenbrücke Um Mafrudh, die auch mühelos bestiegen werden kann. Nachmittags haben wir beim Lager noch genügend Zeit, in der Wüste mal so richtig die Seele baumeln zu lassen. Am Wadi Sel richten wir uns für die Nacht ein. Gehzeit: 4h; Übernachtung im Zelt [FMA] 8. Tag Wadi Rum – Mount Nebo - Madaba Im Licht des frühen Morgens machen wir uns zu einer 2-stündigen, letzten Wüstenwanderung im Wadi Rum auf. Haben wir diese bewältigt, wird es biblisch: Über den Desert Highway erreichen wir in etwa 4 Stunden unser nächstes Ziel, den Berg Nebo. Nach Ansicht der Bibel-Archäologen ist dies der Platz, an dem Moses den Israeliten das Gelobte Land zeigte - und dann starb. Von hier aus hat man den besten Blick auf das Jordantal und das Tote Meer. An klaren Tagen zeichnen sich sogar Jerusalem und Jericho am Horizont ab. Ein moderner Bau schützt heute den Mosaikboden der frühbyzantinischen Lot- und Prokop-Kirche. Mehrere archäologische Ausgrabungen brachten spektakuläre Funde zu Tage. Unter anderem ein Mosaikfeld von 5 m x 5,5 m, das verschiedene Tiermotive zeigt. Als weiteres kulturelles Highlight wartet bereits Madaba auf uns. Weltberühmt wurde die Stadt aufgrund eines Mosaiks in der griechisch-orthodoxen St. Georgskirche. Es zeigt auf einer Fläche von mehreren Quadratmetern eine Landkarte von Palästina - mit Jerusalem als Mittelpunkt. In Madaba, der halb christlichen, halb moslemischen Stadt, haben wir Zeit für einen Bummel durch den Suk (Bazar). Gerade diese Mischung aus christlicher und islamischer Kultur und ihr selbstverständliches Zusammenwirken sind das Besondere dieser Stadt. Abends werden wir im stilvollen Restaurant eines alten Stadthauses essen und uns vielleicht an einer Wasserpfeife versuchen. Übernachtung im Hotel [FA] 9. Tag Heimreise Am Morgen Transfer zum Flughafen Amman und Flug nach Frankfurt (oder auf Wunsch je nach Flugplan und Verfügbarkeit Möglichkeit mit der separaten Maschine nach München). Ankunft in Deutschland nachmittags. [F] Hinweis zum Termin 29.12.10: inkusive Silvester-Menü im Hotel 80 €Hinweis zum Termin 29.12.10: inkusive Silvester-Menü im Hotel 80 € Charakter der Tour und Anforderungen: Wir haben ein vielseitiges Wanderprogramm für Sie ausgearbeitet, bei dem Sie Berg-, Wadi- und Wüstenlandschaften erkunden und ihre herbe Schönheit für sich entdecken können. Gewandert wird zwischen 5 und 7 Stunden. Um diese Tagesetappen genießen zu können, sollten Sie entsprechend Kondition, Ausdauer sowie gute Trittsicherheit mitbringen (d.h. sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem bzw. erdigem, felsigem und sandigem Gelände). Für die Wanderungen benötigen Sie einen Tagesrucksack, in dem Sie das Notwendigste wie Trinkwasserflasche, Sonnenschutz, Fotoapparat usw. selbst tragen. Als Gehhilfe haben sich Teleskop-Tourenstöcke bewährt. Große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht kennzeichnen das Wüstenklima. Vor allem im Wadi Rum kann die Hitze die Wanderungen erschweren und dem Kreislauf zu schaffen machen. Gesundheit und Kondition sind daher wichtig; lassen Sie bitte vor Reiseantritt Herz und Kreislauf von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin prüfen. Die Wanderungen im Wadi Rum finden in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden statt. Nach dem Mittagessen, wenn die Hitze am größten ist, wird eine entspannte Pause im Schatten eingelegt. In Jordanien sind die Entfernungen nicht allzu groß und die Straßen auf den Hauptstrecken in recht gutem Zustand. Die Überlandfahrten sind daher nicht zu anstrengend. Inklusivleistungen:
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