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Im Land der FeenkamineTürkei / WandernReise Nr. 1214 Wind und Wasser formten im Herzen Kappadokiens eine einzigartige Tuffsteinlandschaft aus Felskegeln, Mützenbergen und Riesenpilzen. Die Türken nennen sie wegen ihres märchenhaften Aussehens ”peri bacalar', Feenkamine. Bevor Sie diese faszinierende Gegend um Göreme erkunden, führt die Reise zur mächtigen Ihlara-Schlucht. Sie wandern im fruchtbaren Talgrund des von Pappeln, Weiden und Pistazien gesäumten Melendiz-Flusses. Lassen Sie sich von Land und Leuten Kappadokiens bezaubern – nicht aber von jener Fee, die dem Volksmund nach in den verlassenen Felsenwohnungen ihr Unwesen treibt!
Ihr Tourverlauf: 1. Tag Anreise Linienflug mit Lufthansa von München nach Ankara. Nach Ankunft in der türkischen Hauptstadt brechen wir zu unserer Fahrt nach Kappadokien auf (Flughafentransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug). Die Route führt am Tuz Gölü (= Salzsee) vorbei, der riesige seichte Binnensee ist einer der salzreichsten Seen der Erde. Am Abend erreichen wir unsere Pension in Selime, am Ausgang der Ihlara-Schlucht. Fahrzeit: 4-5h; Fahrstrecke: 265km; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer Pension [A] 2. Tag Ihlara-Schlucht - seldschukische Karawanserei - Göreme Nach dem Frühstück fahren wir zum Dorf Ihlara, von hier aus wandern wir 3 Stunden durch die eindrucksvolle Canyonlandschaft nach Belisirma. Mächtig durchfurcht die Schlucht zwischen Ihlara im Süden und Selime im Norden die karge Landschaft, ihre Steilwände ragen bis zu 100 m empor. Die erkaltete Lava des einst tätigen Vulkans Hasan Dagi (3.268 m) bildete gewaltige Risse und Einbrüche, in die das Schmelzwasser des Flusses Melendiz Suyu drang. Dieser grub sich in vielen Windungen immer tiefer durch den weichen Tuffstein. Heute fließt er als klares, von Pappeln und Weiden gesäumtes Bächlein durch den schattigen Talgrund. Nach der Mittagspause wandern wir noch ca. 2 Stunden weiter nach Selime und fahren von dort mit dem Bus in etwa 20 Minuten zur seldschukischen Karawanserei von Agzikarahan (13. Jh.), um uns die eindrucksvolle Ruine anzusehen. Die seldschukischen Herrscher Anatoliens ließen das alte römisch-byzantinische Straßennetz erneuern und Karawansereien errichten, die Händlern und ihren Tieren Unterkunft und Schutz vor Überfällen boten. 3 Tage lang durften Händler als Gäste des seldschukischen Sultans in einer Karawanserei Speis und Trank sowie die Pflege ihrer Tiere unentgeltlich in Anspruch nehmen. Errichtet wurden Karawansereien entlang wichtiger Verkehrswege in Abständen von jeweils 40 km (oder etwa 9 Reise-Stunden per Kamel). Die Karawansereien gelten als schönstes und zugleich typisches Beispiel seldschukischer Architektur. Anschließend fahren wir nach Göreme, und richten uns in unserer Pension ein, die für die nächsten 6 Nächte unser Zuhause sein wird. Gehzeit: 5h; Fahrzeit: 2h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer Pension [FA] 3. Tag Akvadi-Tal - Güvercinlik-Vadisi (Tauben-Tal) Wind und Wetter und der Zahn der Zeit haben auch das Akvadi-(= das weiße) Tal gezeichnet. Wir wandern ca. 3 Stunden lang durch die fantastische Landschaft seiner Feenkamine. In Uchisar, dem höchstgelegenen Ort in der Region um Göreme, legen wir eine Mittagspause ein. Wuchtige Steinpyramiden stehen mitten im Dorf, ihre dunklen Spitzen überragen die Häuser. Wir steigen zum Burgberg hinauf. Vom mächtigen, einst für Wohnzwecke ausgehöhlten Felsen mit seiner zerfallenen Burg schweift der Blick weit hinaus in die Tufflandschaft, an klaren Tagen ist im Osten sogar der Gipfel des Erciyes Dagi (3.917 m) zu erkennen. Früher allerdings galt es, von hier oben Feinde möglichst frühzeitig zu erspähen. Die ausgehöhlten Feenkamine im Nordwesten und Osten des Dorfes dienten zur Zeit der Römer als Grabstätten; in die Seitenteile der Kamine hat man Taubenschläge gehauen. Von Uchisar starten wir zu einer 2-stündigen Wanderung, die uns durch das Güvercinlik-Vadisi (=Tauben-Tal) zurück nach Göreme führt. Gehzeit: 5h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer Pension [FA] 4. Tag Bahceli - Gomede-Tal - Mustafapascha Morgens lassen wir uns nach Kavak bringen und starten dort unsere Wanderung (18 km) durch Gärten und Weinberge in Richtung des südlich gelegenen Dorfes Bahceli. Weiter geht es durch mehrere Täler, in den Tuffstein gemeißelte Wohnungen säumen unseren Weg, kleine Bäche sorgen für Erfrischung. Wir erreichen das Dorf Ayvali und gehen weiter zum Gomede-Tal, einem zwar kleineren, aber dem Ihlara sehr ähnlichen Tal. Auch hier wurden Wohnungen und Kirchen aus den Steilwänden gehauen und ein Bach schlängelt sich durch den Talgrund. Unser Ziel ist das unweit gelegene Dorf Mustafapascha. Bis in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts lebten hier griechisch-orthodoxe Familien. Sehenswert sind ihre aus massiven Steinquadern gebauten Wohnhäuser, die Ende des 19., Anfang des 20. Jh. entstanden, meist mit Innenhof und einem Balkon aus Stein oder Holz. Mit dem Bus fahren wir zurück nach Göreme. Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer Pension [FA] 5. Tag Pancarlik-Tal - Ortahisar - Kizilkukur (= Rote Schlucht) Nach einem kurzen Transfer (ca. 20 Min.) erreichen wir das Gomede-Tal und besichtigen die Kirche Hl.Basil sowie das Kloster Constantin und Helena. Anschließend wandern wir im eindrucksvollen Pancarlik-Tal, der Verlängerung des Gomede-Tals, und besuchen unterwegs mehrere versteckte Kirchen: Sarica Kilise, Kepez Kilise und Pancarlik Kilise (Rübenkirche). Letztere ist eine in einen Felskegel gemeißelte Einraumkirche, die bis 1924 noch benutzt wurde. Sehr schöne, auf grünem Untergrund gemalte Fresken aus dem 11. Jh. schmücken die Wände. Zu Fuß erreichen wir Ortahisar. Ausgedehnte Obstplantagen erstrecken sich in der Nähe des Ortes, über seinen Häusern thront ein ausgehöhlter Wohnfelsen mit Burganlage. Am Hang liegt der alte Ortskern, seine Wohnhäuser sind typische Beispiele für die zivile Bauweise dieser Region. Eine Besonderheit Ortahisars: Die hiesigen Felsenhöhlen werden als Lagerräume genutzt, Äpfel und Kartoffeln, aber auch Früchte aus anderen Regionen, wie Orangen und Zitronen werden in den kühlen Räumen aufbewahrt. Unser Weg führt uns nun ins Kizilkukur-Tal, dem östlichen Ausläufer des grünen Güllü Dere-Tales. Die Formationen aus rötlichem Tuffstein scheinen hier förmlich zu ”fließen'. Aus dem Talboden ragt ein einzelner Felskegel empor, in seinem Inneren birgt er die Uzumlu Kirche - möglicherweise eine der frühesten Höhlenkirchen Kappadokiens. Wir sehen uns ihre Fresken an, die das Motiv der Weintrauben aufgreifen, anschließend fahren wir mit dem Bus zurück zu unserer Pension in Göreme. Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer Pension [FA] 6. Tag Bozdag - Çavusin - Pasabaglari Nach dem Frühstück wandern wir hinauf zum Bozdag (350 m Höhenmeter). Von diesem Aussichtspunkt können wir den Fernblick über eine fantastische Landschaft genießen. Dann geht es hinab zum kleinen Ort Çavusin, wichtiges religiöses Zentrum im 9. - 13. Jh., wo wir die älteste Kirche der Region besuchen: die Kirche Johannes des Täufers (Vaftizci Kilise), von der sich ebenfalls die Landschaft sehr schön überblicken lässt. Anschließend führt unsere Route nach Pasabaglari, früher 'Tal der Mönche' genannt. Feenkamine ganz besonderer Art, mit stämmiger Basis und mehreren, von dunklen ”Hauben' gekrönten ”Köpfen' wachsen hier gleich wuchtigen Pilzen aus dem Boden. In einem dieser Steinriesen befindet sich eine dem Hl. Simon geweihte Kapelle. Darüber wurde eine Eremitenklause aus dem ”dreiköpfigen' Feenkamin herausgemeißelt. Nach einer Tagesetappe von 10 km kehren wir zurück zu unserer Unterkunft. Gehzeit: 5h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer Pension [FA] 7. Tag Zindanonu-Tal - unterirdische Siedlung Derinkuyu Auch heute schnüren wir die Wanderschuhe. Zu Fuß starten wir in Göreme, erkunden das Zindanonu-Tal und nutzen die Gelegenheit zu einem Besuch der Kirchen von Aynali. Anschließend setzen wir unsere Wanderung durch das Zemi-Tal fort. Nach der Mittagsrast bringt uns unser Bus zur unterirdische Siedlung Derinkuyu. Ein Labyrinth von Gängen und Treppen verbindet die einzelnen Behausungen, die einst Tausende von Menschen beherbergten. Entdeckt wurden bis zu 8 Stockwerke, die in einer Tiefe von bis zu 40 m angelegt sind. Man rechnet die Siedlung zu den ältesten christlichen Verstecken in Kappadokien, die aus Furcht vor den damals aus Arabien über Syrien in den anatolischen Bereich einbrechenden Arabern angelegt wurden (spätes 7. Jh.). Am späten Nachmittag fahren wir zurück nach Göreme. Gehzeit: 4h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer Pension [FA] 8. Tag Fahrt nach Ankara - Heimreise Wir steigen in den Bus, der uns wieder nach Ankara bringt. Während der ca. 5-stündigen Fahrt können wir die Landschaft noch einmal in Ruhe betrachten. Am Nachmittag treten wir unseren Rückflug nach München an. Fahrzeit: 5h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; [F] Charakter der Tour und Anforderungen: Die 4- bis 6-stündigen, leichten Tageswanderungen führen durch Täler, Obst- und Weingärten sowie über Hochland. Die Wanderetappen werden von Besichtigungen und erholsamen Pausen unterbrochen. Dennoch sollten Sie entsprechend Kondition mitbringen (d. h. gewohnt sein, mehrere Stunden am Tag mühelos zu wandern) und trittsicher sein (gemeint ist sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände). Sie benötigen einen Tagesrucksack, in dem Sie das Notwendigste für den Tag (z. B. Trinkflasche, Fotoapparat, Picknick, etc.) verstauen und selbst tragen. Die erste Nacht verbringen Sie in einer kleinen Pension im Dorf Selime. Für die restliche Zeit sind Sie in Göreme ebenfalls in einer familiären Pension oder einem kleinen gemütlichen Hotel untergebracht. Am frühen Morgen, vor den Wanderungen, besteht (fakultativ) die Möglichkeit, eine Ballonfahrt über den Feenkaminen zu unternehmen (Preis ca. 150,- € / Stand August 2009). Nach den Wanderungen bleibt noch Zeit, (ebenfalls fakultativ) einen traditionellen Hamam zu besuchen (ca. 30 TRL für 1 Stunde / Stand August 2009) oder im Freilichtmuseum von Göreme weitere sehr gut erhaltene Höhlenkirchen zu besichtigen (Eintritt ca. 15 TRL / Stand August 2009). Kameradschaft, Hilfsbereitschaft und Gemeinschaftsgeist innerhalb der Gruppe sowie Verständnis und Toleranz fremden Sitten und Mentalitäten gegenüber sollten zur Grundeinstellung aller Reiseteilnehmer/-innen gehören. Berücksichtigen Sie bitte, dass Sie in einem islamischen Land zu Gast sind und vermeiden Sie freizügige Kleidung. Inklusivleistungen:
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