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Nordirak und SüdosttürkeiIrak / StudienreisenReise Nr. 3314 Erbil - Barzantal - Shaqlawa - Geli Ali Beg - Bekhal - Rawanduz - Kuysanjag - Dukan - Sarchnar - Suleymaniyah - Halabja - Darbandikhan - Dahuk - Urfa - Harran - Nemrut - Katha - Diyarbakir - Mardin - Midyat - Hasankeyf - Tatvan - Van Kurden bilden seit sehr langer Zeit eine Bevölkerungsminderheit in der Türkei, im Irak, im Iran und in Syrien, sind also sozusagen ein Volk ohne eigenes Land. In der jüngeren Geschichte bot sich nun allerdings die Möglichkeit für die kurdische Bevölkerung im Norden des Irak mit der Autonomen Region Kurdistan eine Selbstverwaltung zu etablieren, die politisch fest zugehörig zum Irak ist und dennoch als souveräne Region des Irak betracht wird. Zusammen mit dem süd-/östlichen Teil der Türkei, der besonders intensiv von einer kurdischen Minderheit bevölkert ist, bietet sich uns folglich die Gelegenheit, eine länderübergreifende Studienreise anzubieten, die thematisch die Entwicklung der Kurdengeschichte in beiden Regionen aufgreift, die heutige Situation und Lebensweise dieses Volkes darstellt und vielleicht erfreuliche Gemeinsamkeiten erkennen lässt. Neben einer Vielzahl beeindruckender Kulturdenkmäler aus verschiedenen Epochen und Religionen sowie einer fantastischen, ursprünglichen Landschaftsszenerie erleben wir die herzliche Gastfreundschaft der kurdischen Bevölkerung, in der Türkei wie im Irak, und können uns auf diese Weise unser eigenes, nicht mediengesteuertes Bild, über diese Minorität bilden.
Reiseverlauf: 1. Tag: SO Hinflug - Erbil Spätnachmittags Flug über Istanbul in den Nord-Irak, nach Erbil. Nach der Ankunft Transfer zum ***Hotel. 3 Übernachtungen. 2. Tag: MO Erbil Aufgrund der Ankunftszeit nachts ein spätes Frühstück, dann ganztägige Besichtigung in dem Jahrzehnte lang eher unbedeutenden, heute flukturierenden Zentrum der Autonomen Region Kurdistan, Erbil. Wir beginnen mit dem Besuch des Kulturmusems und nehmen uns danach Zeit für die im Stadtzentrum in 30m Höhe thronenden Festungszitadelle, dem prägnanten Merkmal der Hauptstadt. Schon vor 6000 Jahren erstmals schriftlich erwähnt, war die Festung bis vor wenigen Jahren bewohnt. In der Historie der Bewohner finden sich Sumerer, Babylonier, Assyrer, Seldschuken und Sassaniden sowie bis zuletzt Muslime. Anschließend die Mulla Afindi Moschee und das erfreulich ursprüngliche Museum of Kurdish Fabric. Lokale Produkte, im Besonderen aber der berühmte kurdische Joghurt, finden wir bei unserem Rundgang auf dem Souk Al Kaysariya. Abschluss des Tages wird der Besuch des grünen Manara-Parks mit dem Choli-MInarett sein, abends für die einheimische Bevölkerung wie auch für Gäste aus dem Süden des Landes ein quirliger Treffpunkt und Ort der Entspannung. FA 3. Tag: DI Barzan-Tal Nach dem Frühstück Fahrt in das Barzan-Tal. Die Landschaft des Tals ist eine der schönsten Kurdistans, die Geschichte des Tals jedoch eine Schlimme und für die Kurden sehr bedeutend: zu Zeiten Saddam Husseins, 1983, wurden die im Tal liegenden Ortschaften aufgrund des hier lebenden Kurdenführers M. Mostafa Barzani durch die irakische Regierung vollständig zustört, 8000 Anhänger des Barzani-Stammes getötet oder vertrieben. Erst 1991 begannen zurückkehrende Kurden mit dem Wiederaufbau der Dörfer. Auf dem Rückweg nach Erbil Besuch der in 800m Höhe liegenden Höhle Shanadar. FA 4. Tag: MI Geli Ali Beg - Bekhal - Rawanduz - Shaqlawa Nach dem Frühstück Fahrt in die nordöstlich gelegenen Berglandschaften. Die Fahrt wird geprägt durch tiefgeschnittene Täler und wildromantische Bergszenerien. In begeisternder Llandschaft Geli Ali Beg, hier treffen sich die drei Flüsse Rawanduz, Seedakan und Khalifanmerge, was in einem mächtigen Wasserfall resultiert. Durch das landschaftlich reizvolle Bekhal-Gebiet fahren wir nach Rawanduz, durch seine Lage am Bergpass hatte die Stadt in der Geschichte immer große Bedeutung und gehört seit 1970 zur Autonomen Region Kurdistan. Wir besuchen den Ort Shaqlawa, dicht bewaldet und mit vielen Quellen, und dadurch Erholungsort vieler Iraker, die sehr gerne das kühle Klima und frische Nass in der Bergwelt suchen. Nur durch Aufstieg auf den Berg zu erreichen ist die Klosterhöhle Raban Boya mit weitem Blick über die herrliche Landschaft. Am frühen Abend Rückkehr nach Erbil. FA 5. Tag: DO Koyinjaq - Dukan - Sachnar - Suleymaniyah Morgens Fahrt nach Koysinjaq, als Geburtsort vieler bedeutender kurdischer Künstler auch die "Stadt der Künstler" genannt, in der noch heute aramäisch gesprochen wird. In Koya besuchen wir den lokalen Markt QaysAnschließend weiter durch begeisternde Landschaft zum Dukan-Stausee. Unterwegs sehen wir Sachnar, aufgrund der idyllischen Lage in den Bergen ein weiteres beliebtes Ausflugsziel der Iraker. Nachmittags Ankunft in Sulemaniyah und Stadtbesichtigung, u.a. mit dem Menschenrechtsmuseum bei einem ehemaligen Gefängnis der irakischen Geheimpolizei. ***Hotel. FA 6. Tag: FR Halabja - Darbandikan - Dahuk Vormittags Besuch der Stadt Halabja, ein weiteres Beispiel für die Gräueltaten des irakischen Baath-Regimes an der kurdischen Bevölkerung: am 16. März 1988, zum Ende des Ersten Golfkriegs, wurde der Ort aufgrund seiner Beziehungen zum Iran mit Giftgas bombardiert und die Bevölkerung nahezu vollständig eliminiert. Eine Gedenkstätte informiert über diesen Völkermordfeldzug. Auf dem Weg nach Dahuk Halt in der Stadt Dardandikan, bekannt durch den 1994 gebauten Staudamm, heute Lebensader und Erholungsort der Region. Am frühen Abend Ankunft in Dahuk, unserer letzten Station im irakischen Kurdistan. Gelegenheit zu einem Bummel durch die von Gebirgsketten umgebene Stadt. ***Hotel. FA 7. Tag: SA Zaho/Grenzübertritt - Urfa Morgens Fahrt zur Grenzstadt Zaho. Wir sehen hier die den Fluss Harbur überspannende Dalal-Brücke aus der Zeit der Abbasiden (um ca. 800 v. Chr.) und mit 114 m Länge ein Zeugnis der damaligen Baukunst. Nach dem Grenzübertritt in die Türkei mittags Fahrt auf guter Straße in die Provinz Sanliurfa mit der Hauptstadt Urfa, mehrheitlich von Kurden bewohnt und Geburtsort des Propheten Abraham. 2 Übernachtungen im *****Hotel. FA 8. Tag: SO Göbeklitepe - Harran - Urfa Vormittags Fahrt zur neolithischen Ausgrabungsstätte von Göbeklitepe, in der Nähe auch die Reste von Harran Göbekli Tepe, der wohl ältesten entdeckten Tempelanlage der Welt. In Harran, hier lebte der Bibel zufolge Abraham einige Jahre, die bienenstockförmigen Häuser aus gepresstem Lehm. Nachmittags in Urfa, dem alten Edessa, Besuch des Museums, des Karpfenteiches mit den heiligen und unantastbaren Karpfen und der Abraham-Höhle. FA 9. Tag: MO Berg Nemrud - Katha Abfahrt von Urfa in Richtung Euphrat. Unterwegs Stopp am gewaltigen Atatürk-Stausee, der beinahe die Ausmaße des Bodensees besitzt. Fahrt hinauf auf den Nemrut Berg, weite Teile des Taurusgebirges überblickend. Erste Station ist der Hügel des Schwarzen Vogels mit den Adlerfiguren. Anschließend die Brücke über den Cendere und die Ausgrabung Arsameia am Nymphaeos. Die letzten paar hundert Meter hinauf auf den Gipfel bis zum monumentalen Grabtumulus des Kommagene-Herrschers Antiochos geht es zu Fuß. Sonnenuntergang mit den Götterfiguren und Reliefs an der westlichen Rampe. Späte Rückkehr zum ****Hotel in Kahta und Abendessen. FA 10. Tag: DI Diyarbakir - Mardin Fahrt nach Diyarbakir und Besichtigung der auf einem Basaltplateau liegenden und von einer mächtigen Mauer umgebenen Stadt: Besuch der Großen Moschee, der Mutter-Gottes-Kirche (Meryem Ana Kilisesi) und Bummel über den Marktplatz. Von national orientierten Kurden wird die Stadt auch heute noch Amed genannt, hergeleitet auf das Volk der Meder, deren Nachfahren sie sind. Mardin war aufgrund der strategisch günstigen Lage von vielen Völkern besiedelt: Aramäer, Hurriter, Hethiter, Assyrer, Babylonier, Amoriter, Perser, Römer, Araber und Seldschuken. Die Bevölkerung heute besteht im Wesentlichen aus Kurden, Arabern, Aramäern und Türken. Wir sehen u.a. die Zitadelle („Adlernest”) und eine Moschee. Eine Übernachtung im ****Hotel. FA 11. Tag: MI Midyat - Hasankeyf - Batman - Tatvan Fahrt nach Midyat und Besichtigung des Klosters Deir Mar Gabriel. Weiter nach Hasankeyf, eine traditionelle Stadt mit einer zerstörten alten Tigris-Brücke, wir sehen auch die Festung über dem Tigris sowie Felswohnungen. Die Stadtgeschichte führt bis in hurritische Zeiten zurück, doch in naher Zukunft wird wegen eines Staudamm-Projekts die Stadt überflutet sein. Über Batman Fahrt nach Tatvan. ***Hotel, eine Übernachtung. FA 12. Tag: DO Insel Achdamar - Van Fahrt am südöstlichen Ufer des Van-Sees entlang nach Gevas, von hier halbstündige Bootsüberfahrt zur Insel Achdamar, Besichtigung der armenischen Klosterkirche mit einzigartigen Außenreliefs, unübertroffen in der armenischen Kunst. Weiterfahrt nach Van, zwei Nächte im *****Hotel. FA 13. Tag: FR Van und Umgebung Nach dem Frühstück Fahrt nach Hosap, Besichtigung der urartäischen Festung auf einem steilen Felsen, danach zum urartäischen Zentrum Cavustepe. Da Kultur Anatoliens untrennbar mit der Kunst des Teppichknüpfens verbunden ist, besuchen wir auch eine Teppichschule. Nachmittags der Burgfelsen in Van, das urartäische Tuspa als das eigentliche Zentrum dieses antiken Reiches, dessen Errichtung von der assyrischen Königin Semiramis veranlasst worden sein soll. Sonnenuntergang von der westlichen Rampe des Burgfelsens aus FA 14. Tag: SA Van - Rückflug Vormittags noch mal ein Bummel durch die am Van-See liegenden Stadt, mittags dann Transfer zum Flughafen und Rückflug über Istanbul nach Deutschland, Ankunft abends. F Höhepunkte: Charakteristik / Komfort: Unsere Tour kombiniert den Nordirak mit dem Südosten der Türkei. Wir beginnen unsere Reise in Erbil, der aufstrebenden Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan. Ausführlich erkunden wir diese Stadt und die darumliegende Region, u.a. mit den Städten Koyinjaq, Sachnar, Suleymaniyah und Halabja. Nach dem Grenzübertritt in die Türkei widmen wir uns dem dortigen kurdischen Gebiet im Süden des Landes: u.a. Urfa, Harran, Berg Nemrud, Diyarbakir bis zum Van-See. Auch hier sind die Eindrücke hochintereressant, das kurdische Leben fortwährend präsent.Nach über zehn Jahren touristischer Abstinenz ist die Region Kurdistan im Nordirak wieder sicher bereisbar. Die Bevölkerung empfängt Besucher der Region begeistert. Wir sind unterwegs im klimatisierten Reisebus, die Hotels und die touristische Infrastruktur sind ordentlich bis sehr gut, und dennoch zeigen wir uns für eventuelle Routenänderungen flexibel und tolerant und sehen über kleinere Unzulänglichkeiten hinweg. Unsere Reiseleitung ist zuvorkommend und erfahren, bringt uns Kurdistan mit seiner teils schwierigen Geschichte gewinnbringend näher. Inklusivleistungen:
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