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Von Tarsus zum Tur AbdinTürkei / StudienreisenReise Nr. 3541 Der Südosten der Türkei liegt etwas abseits der großen Touristenströme. Und doch beherbergt er eine Vielzahl antiker, biblischer und mittelalterlicher Stätten, die einen Besuch lohnen. Harran war Wohnsitz der Sippe des Erzvaters Abraham. Tarsus ist die Geburtsstadt des Völkerapostels Paulus. In Antiochien nannte man die Jünger Jesu zum ersten Mal Christen. In Edessa (aramäisch ”Urhoj') wird die Zeit des frühen syrisch-aramäischen Christentums, der aramäischen Könige der Abgaren-Dynastie und die Zeit der Kreuzfahrer lebendig. Den Hetitern begegnet der Reisende am Karatepe, dem ”Schwarzen Berg'. Issos markiert den Beginn der hellenistischen Zeit durch die Eroberung Persiens. Weiterer Höhepunkt der Reise ist das Erlebnis des Sonnenuntergangs auf dem Nemrud Dağ, wo Grabhügel und Götterstatuen vom späthellenistischen Königreich Kommagene zeugen. Den Schlusspunkt der Reise bildet ein Besuch im Gebiet der aramäisch sprechenden Christen, dem Tur Abdin, mit seinen syrisch-orthodoxen Klöstern (”Berg Athos des Ostens').
Reiseverlauf 1. Tag: Aufbruch und Ankommen Linienflug über Istanbul nach Adana: Hotelbezug für zwei Nächte. 2. Tag: Paulus und die drei Grazien Ausflug nach Tarsus, dem Geburtsort des Paulus (Apg 9,11): Stadttor, ”Paulusbrunnen'; Spaziergang zur Pauluskirche. Im spätantiken Badehaus von Narlikuyu bezaubern die wunderbaren Mosaiken der ”Drei Grazien'. Beeindruckend sind auch die Korykischen Grotten, türkisch ”Cennet ve Cehennem' (= ”Himmel und Hölle'): Blick auf die beiden Felskessel, die schon bei Strabon erwähnt werden. 3. Tag: Alexander, Perser und Kreuzritter Fahrt in den Karatepe-Nationalpark (”Schwarzer Berg'): Hier haben sich Reliefs und Inschriftsteine der späthetitischen Festungen des Azitawadda erhalten. Fotostopp an der Kreuzritterfestung Yilan-Kale (Schlangenburg) und Fahrt vorbei am Schlachtfeld von Issos sowie über Iskenderun und den Belenpass (664 m) nach Antakya, dem frühchristlichen Gemeindezenrum Antiochien am Orontes (Apg 13,1;14,26; Gal 2,11), wo die Jünger zum ersten Mal Christen genannt wurden: Hotelbezug für zwei Nächte. 4. Tag: Frühes Christentum Auf dem Weg nach Samandag Abstecher mit Kleinbussen zu den einsam gelegenen Ruinen des Simeonsklosters. Weiterfahrt zur ehemaligen Hafenstadt Seleuzia, wo Paulus seine ”1. Missionsreise' begonnen hat (Apg 13,4): Gang über die Ruinenstätte und durch den Felsenkanal der flavischen Zeit. Rückkehr nach Antakya: Besichtigung ausgewählter Fundstücke im Mosaiken-Museum; Besuch der Petrusgrotte; Gang zum Charonrelief. 5. Tag: Hetiter und Römer Fahrt über Islahiye nach Yesemek zur Bildhauerstätte der Hetiter. Anschließend Fahrt nach Gaziantep: Besuch im Museum mit herrlichen Mosaiken der römischen Stadt Belkis/Zeugma; Hotelbezug für eine Nacht. 6. Tag: Sonnenuntergang am Nemrud Dag Fahrt über Gölbasi nach Adiyaman: Besichtigung der syrisch-orthodoxen St. Petrus-und- Paulus-Kirche. Hotelbezug für eine Nacht in Kahta. Ausflug zu den Ausgrabungen von Eski Kahta, dem einstigen Arsameia am Nymphaios, zur Cendere-Brücke und zum Karakus-Tumulus. Weiter in den Nemrud Dağ Nationalpark: Aufstieg (ca. 60 Min.) auf den 2.159 m hohen Nemrud Dağ zum Sonnenuntergang mit Besichtigung der eindrucksvollen Götterstatuen und des Grabhügels König Antiochos I. von Kommagene (69 – 36 v. Chr.), der dieses Heiligtum als Grabstätte für sich anlegen ließ. 7. Tag: Das alte Edessa Fahrt vorbei am Atatürk-Stausee nach Şanliurfa, dem früheren Edessa (aramäisch ”Urhoj'): Nachdem der aramäische König Abgar V. von Apostel Addai (Taddäus) zum Christentum bekehrt wurde, wurde die Stadt zum Zentrum des aramäischen Christentums und seiner Sprache. Besuch der Kreuzritterkirche, des Halil-Rahman-Gölu (”Abrahamsteich') und der Abd-ar-Rahman-Medrese mit Abrahamsgrotte; Basarbesuch; Hotelbezug für zwei Nächte. 8. Tag: Ausflug in die Vorgeschichte Ausflug in das südlich gelegene Harran, dem heutigen Altinbasak, mit seinen eigenartigen Bienenkorbhäusern, einst Wohnsitz der Sippe des Erzvaters Abraham (Gen 11,31). Weiterfahrt nach Göbekli-Tepe: Besuch der neu ausgegrabenen Kultstätte aus dem 10. Jt. v. Chr. mit riesigen Orthostaten. 9. Tag: Berg der Diener Gottes Fahrt über Kiziltepe zum Tur Abdin, dem ”Berg der Diener Gottes', mit Besuch ausgewählter Dörfer und syrisch-orthodoxer Klöster der einen aramäischen Dialekt sprechenden, syrisch-aramäischen Christen: Kloster Deir az Zafaran (St. Hananias-Kloster), das 630 Jahre Sitz des syrisch-orhodoxen Patriarchen von Antiochien war und Kloster Mor Gabriel , das geistige Zentrum des Tur Abdin. Hotelbezug in Midyat für eine Nacht. Die Stadt Midyat ist für ihre Silberarbeiten und Steinmetzkunst bekannt. 10. Tag: Perle des Tur Abdin Fortsetzung der Besichtigungen am Tur Abdin: Marienkirche von Hah (Anitli), die als Perle des Tur Abdin gilt und mit den ”Drei Weisen aus dem Morgenland' in Verbindung gebracht wird. In der Antike war Hah als Königstadt und erster Bischofssitz des Tur Abdin bekannt. Weiterfahrt in die einstige Artukiden-Hauptstadt Hasankeyf am Tigris: die eindrucksvollste mittelalterlich-islamische Stadt der Türkei war bis ins 16. Jh. Bischofssitz und mehrheitlich christlich bewohnt. Hotelbezug in Diyarbakir für eine Nacht. 11. Tag: Abschied und Heimreise Fahrt zum Flughafen von Diyarbakir: Rückflug über Istanbul nach Deutschland. Zusatzinfos Einreisebestimmungen Personalausweis oder Reisepass erforderlich! Inklusivleistungen:
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