Heimat des MonotheismusReise Nr. 1163
Tiefe Einblicke in das Miteinander der drei monotheistischen Religionen verspricht diese besondere Reise nach Israel, zu der ich Sie herzlich einlade. Bei unseren Streifzügen durch Jerusalem, Tel Aviv und Jaffa, Bethlehem und Nazareth treffen wir immer wieder auf Menschen, die Ihnen ihre ganz eigene Geschichte erzählen möchten. Spannende Begegnungen sind also garantiert. Ihr Jonathan Tannhauser Reiseverlauf:1. Tag: Anreise nach IsraelSchalom Israel - Unsere Reise in das Herz der monotheistischen Weltreligionen beginnt. Nach Ihrer Ankunft in Tel Aviv, der »weißen Stadt«, geht es direkt in Ihr Hotel. Sie wollen am Abend noch ausgehen? Unser Tipp: Ein Bummel an der Küstenpromenade Tel Avivs ist ein wunderbarer Auftakt einer Reise nach Israel. Eine Übernachtung in Tel Aviv. (A) 2. Tag: Yaffa und Haifa - VölkerverständigungNach einem Bummel über den vom Bauhausstil geprägten Rothschild-Boulevard besuchen wir 3. Tag: Menschenfischer und MiteinanderDie Landschaft um den See Genezareth ist ein einziger christlicher »Erinnerungsort«. Tabgha, die Brotvermehrungskirche, Kafarnaum, die alte Synagoge, der Berg der Seligpreisungen: Auf Schritt und Tritt sind wir auf den Spuren Jesu und seiner Anhänger unterwegs. In der arabischen Gemeinde Arraba empfängt uns eine Vertreterin der Afnan Al Galil Kooperative, die sich zum Ziel gesetzt hat, Bildung und Chancengleichheit zu verbessern. Wir hören von den Perspektiven eines Miteinanders von Juden, Christen, Drusen und Muslimen in Galiläa. Das Boot bringt uns über den See zurück zu unserem Hotel, wo wir mehr über die Lebensweise in einem religiösen Kibbuz erfahren und uns ein spannender Vortrag zu den jüdischen Wurzeln des Christentums und zu aktuellen Kontroversen um den Monotheismus führt. (F, A) 4. Tag: Vom Jordan nach Bethlehem - Taufe und GeburtIn Jardenit verlässt der Jordan den See Genezareth. Häufig wird dieser Platz für Taufzeremonien genutzt, eine der Taufstellen an der Lebensader dieser Region - das sei ehrlicher Weise gesagt. Durch den Sephoris-Nationalpark und entlang des Jordan gelangen wir nach Bethlehem. Hier sollte man bei aller Freude über die Weihnachtserzählung, für die die Stadt geradezu symbolhaft steht, die Gegenwart nicht vergessen. Und so besuchen wir nicht nur die geschichtlich hoch bedeutende Geburtskirche und die idyllischen Hirtenfelder, sondern auch das Informationszentrum Beit Sahur, wo uns Angehörige der christlichen Gemeinde über ihr Leben »hinter der Mauer« berichten und ihre Sicht auf Weihnachten und seine Konsequenzen schildern. Am späten Nachmittag geht es dann nach Jerusalem. Vier Übernachtungen. 240 km (F, A) 5. Tag: Praxis und TheorieIn aller Ruhe wollen wir genau das tun, was Menschen hier seit rund 2.000 Jahren tun: Wir nehmen den Pilgerweg! Vom Ölberg geht es zunächst hinab in den Garten Gethsemane, dann weiter »hinauf gen´ Jerusalem« zur Stadtmauer und über die Stationen der Via Dolorosa zur Grabeskirche. Dieses architektonische Labyrinth mit seinen koptischen, äthiopischen, armenischen und etlichen anderen Kapellen wird unser Studienreiseleiter sachkundig entschlüsseln und die symbolischen Sinngehalte der einzelnen Stationen verständlich machen. Anschließend gehen wir zum Gedächtnisort der Juden. Die Klagemauer am Tempelberg versinnbildlicht den zerstörten Zweiten Tempel und wird ständig von Menschen besucht, die möglichst nahe an das ursprüngliche Heiligtum herantreten wollen. Durch den arabischen Souk bummeln wir zum Yaffa-Tor hinauf und sehen von dort über die Altstadt zum Ölberg zurück. Am späten Nachmittag begeben wir uns ins Zentrum für jüdisch-christliche Zusammenarbeit und diskutieren dort mit einem Repräsentanten die gegenwärtige Situation in der symbolisch aufgeladenen Heiligen Stadt, wo die drei monotheistischen Weltreligionen gleichermaßen die theologische Deutungshoheit einfordern. (F, A) 6. Tag: Pilgerstätten und DokumentationZunächst besuchen wir (wenn möglich) den Tempelberg und damit die drittwichtigste Pilgerstätte der Muslime. An Abraham und den Propheten Mohammed erinnert vor allem der Felsendom (Besichtigung nur von außen möglich). Die historische Bedeutung der Stadt spiegelt sich auch in Museen und Sammlungen. Das Israel-Museum beherbergt neben seinen archäologischen Sammlungen vor allem die Schriftrollen von Qumran, die den Juden als Verträge auf den Besitz des Landes gelten. Der dokumentarische Wert der Archäologie ist nicht zu verkennen. Ausgrabungen haben in diesem Land auch eine politische Dimension! In der Hadassah-Klinik hat Marc Chagall mit seinen Fenstern zur Präsentation des kollektiven Erbes beigetragen. Der Nachmittag gehört der alten Davids-Stadt, wo wir den Teich von Siloam und vor allem ein unterirdisch verlaufendes Stück der Klagemauer in sachkundiger Begleitung kennen lernen. Er wird uns die neuesten Projekte der Ausgräber vorstellen! (F, A) 7. Tag: Archäologie, Politik und Fest1.200 Höhenmeter geht es hinab ans Tote Meer, die tiefste Depression der Erde. Auf einem Felsenplateau ließ sich Herodes der Große einen Palast als Rückzugsort bauen. Sogar ein regelrechtes -Wellness-Zentrum- gehörte dazu. Hierher flohen die Widerstandskämpfer gegen die Römer und harrten bis zum bitteren Ende aus. Massada wurde dadurch zu einem weiteren Erinnerungsort voller Symbolik. Der General, Archäologe und Politiker Yigael Yadin grub hier aus und schrieb ein Buch über Massada. In seiner Person treffen wir geradezu eine Verkörperung des Herrschaft-und-Heil-Konzepts, das den Monotheismus dominiert. Es bleibt Zeit zu einem schwerelosen Bad im Toten Meer, bevor wir nach einem kurzen Halt in Qumran wieder nach Jerusalem hinauf fahren. Dort erwartet uns zum Abschluss der Reise ein Schabatt-Dinner samt Feier in einer jüdischen Gemeinde. Gelegenheit, das Erlebte intensiv zu diskutieren und - mindestens genau so wichtig - den Abschied vom Heiligen Land würdig zu feiern. 250 km (F, A) 8. Tag: Rückreise oder AnschlussurlaubSo vielfältig, verwirrend und faszinierend ist Israel, dass es schwer fällt, heute Abschied zu nehmen. Wenn Sie möchten, können Sie Ihre Reise einige Tage am Mittelmeer verlängern. Sonst geht Ihr Flieger zurück in die Heimat. 80 km (F) Ihre Hotels
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