Von den Dörfern des Himmels zur Wüste
Reise Nr. 1203
Gezackt wie der Rücken eines Drachens erscheint die Silhouette des Bura- und Haraz-Gebirges. Der Morgennebel gibt den Blick frei auf die wehrhaft gebauten Dörfer, die kühn auf den Bergspitzen thronen. Diese ”Dörfer des Himmels' durchwandern Sie über steile Terassenfelder, Hochplateaus und durch tiefe Wadis. Unterwegs erleben Sie die Kontaktfreudigkeit und Gastfreundschaft der Jemeniten, traditionelle Werte werden hier besonders gepflegt. Sie übernachten in Zelten oder wohnen im Funduk (arabische Herberge). In der komplett im traditionellen Stil erhaltenen Altstadt von Sanaa, UNESCO-Weltkulturerbe, sehen Sie eine im arabischen Raum einzigartige Bauweise. Die bis zu siebenstöckigen, mit weißen Ornamenten geschmückten Häuser haben kleine Fenster aus Alabaster. Bei Einbruch der Dunkelheit leuchten die mit farbigem Glas versehenen Oberlichter. Der Duft orientalischer Gewürze strömt durch die engen Basargassen und in winzigen Handwerksstuben hämmern die Schmiede in rhythmischem Gleichklang. Sie fliegen von Sanah über die Wüste nach Seyun im Wadi Hadramaut. Nun ist klar, warum Shibam auch Chicago der Wüste genannt wird. Mitten aus dem Tal ragen bis zu 500 Jahre alte Lehmhochhäuser. Baustil, Landschaft und Tradition unterscheiden sich völlig vom restlichen Jemen. Beinahe scheint man in einem anderen Land zu sein. Sowohl hier als auch in Sanaa und den Bergen werden Sie immer wieder ein herzliches ”Welcome to Jemen!' hören.
Ihr Tourverlauf:
1. Tag Anreise
Linienflug (Abflug mittags) mit Yemenia (Yemen Airways) von Frankfurt nach Sanaa. Hauser-Bahnfahrkarte ab/bis deutscher Grenze gegen Aufpreis buchbar. (Bitte teilen Sie uns ggf. Abfahrtsbahnhof mit und ob Sie eine Bahncard besitzen.) Abends landen wir in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Wir werden in einem einfachen Hotel in einem typisch jemenitischen Haus wohnen, dafür aber inmitten von Sanaas historischer Altstadt. Sobald wir das Hotel verlassen, stehen wir in einer der engen Gassen, umgeben von traditionellen Stadthäusern mit Buntglasfenstern und verzierten Fassaden. Übernachtung im Hotel
2. Tag Sanaa - Altstadt und Bazar
Sanaa (“die Befestigte') mit ihren prächtigen Wohntürmen und Moscheen wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Vormittags besuchen wir die Altstadt und den riesigen Suk von Sanaa (2.213 m). Im Jemen wird ein Markt oder der Bazar Suk genannt und in Sanaa weist er auch heute noch die klare Struktur eines traditionellen Suk auf. Ganze Gassen oder Plätze sind dem Handel mit einer bestimmten Ware vorbehalten. So gibt es z.B. eine Gasse mit Zubehör für Wasserpfeifen und Metallwaren und eine andere Gasse, in der Nüsse und Rosinen zu kaufen sind. Bieten in der einen Gasse überwiegend Weihrauch- und Gewürzhändler ihre Produkte an, sind es in der nächsten die Schreiner und Tischler mit ihren Erzeugnissen, und ganze Straßenzüge gehören den Schneidern und ihren prachtvoll glitzernden Stoffen. Sanaa beeindruckt mit seiner Baukunst - ein echtes Kleinod, einzigartig im arabischen Raum. Die besonders reichen Dekorationen der Gebäudefassaden zeigen verschiedene Schmuckelemente, die durch ihren weißen Anstrich hervorgehoben werden. Von über 100 Moscheen in Sanaa haben ca. 40 religions- und kulturgeschichtliche Bedeutung. Wir besichtigen das Nationalmuseum, welches im ehemaligen Palast des Imam untergebracht ist. Sobald die Dunkelheit langsam hereinbricht, ergreift eine besondere Atmosphäre die Altstadt: überall gehen die Lichter in den Häusern an und wir scheinen uns in einer Märchenwelt zu befinden, in der viel Mühe darauf verwendet wird, die Zimmer bunt leuchten und Passanten an der Schönheit teilhaben zu lassen. Übernachtung im Hotel [FA]
3. Tag Sanaa - Thula - Kaukaban
Nach dem Frühstück verlassen wir Sanaa in Richtung Nordwesten. Durch vulkanische Landschaft, vorbei an mit Kat bebauten Feldern, fahren wir nach Thula (2.600 m). Wohltuende Stille herrscht in den Gassen, die für den Autoverkehr meist zu eng sind. Thula ist von einer vollständig erhaltenen Stadtmauer (17. Jh.) umgeben. Die mehrstöckigen, mit Ornamenten geschmückten Häuser sind aus schwerem, behauenem Stein; Mörtel wurde beim Bauen nicht verwendet. Hier beginnt unsere Wanderung zum in der Nähe gelegenen Hababah, wo wir eine von alten Häusern umgebene Zisterne, die noch benützt wird, besichtigen. Unser Weg führt weiter zum Dorf Shibam (2.450 m). Der Ort liegt am Fuß und im Schutz des steil aufragenden Jebel (= Berg) Kaukaban und ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Ort im Wadi Hadramaut, wo wir später hinreisen. Um das schöne Stadttor erstrecken sich der alte und der neue Suk. Nach einer längeren Pause wandern wir auf einem gut begehbaren Steinstufenweg aufwärts bis zum Bergdorf Kaukaban, das auf dem Plateau des wuchtigen Felsmassivs liegt (ca. 2.700 m). Prachtvolle Aussichten auf Shibam und die Ebene bis Thula “belohnen' für die Mühe des etwa einstündigen Aufstiegs. Durch ein trutziges Stadttor betreten wir das vollständig ummauerte und dadurch festungsähnliche Dorf Kaukaban, das früher als Fluchtburg von Shibam diente. Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 200m; Übernachtung im Funduk, einem einfachen, landestypischen Gasthaus [FA]
4. Tag Kaukaban - At Tawilah - Shibam
Nach dem Frühstück wandern wir etwa 3 Std. über das Plateau (2.800 m) zum Festungsdorf Bokhur. Unterwegs schweift der Blick über eine grandiose Landschaft mit tief eingeschnittenen Canyons und weiten Wadis. Nach der Mittagsrast in Bokhur steigen wir auf einem Pfad durch Hirse- und Weizenfelder bergab nach At Tawilah (Gehzeit etwa 3 Stunden). Der Name bedeutet “die Lange' - der Ort zieht sich über mehrere Bergstöcke. Eng schmiegen sich seine aus hellem Naturstein gebauten Häuser an die Felswand. Weiß umrandete Fenster und Friese schmücken die Häuserfronten. Enge Gassen und durch Arkadenbögen miteinander verbundene Gebäude bestimmen das Bild des schönen Suk. Wir werden von unseren Fahrern abgeholt und erreichen nach etwa einer Stunde Fahrt wieder Shibam, wo wir übernachten. Gehzeit: 6h; Abstieg: 200m; Übernachtung im Hotel [FA]
5. Tag Manakha - Al Hotaib
Morgens Fahrt durch die Berglandschaft westlich von Sanaa, vorbei am höchsten Berg Arabiens (Jebel Al Nabi Shuaib 3.760 m) nach Manakha (2250m). Carsten Niebuhr, der berühmte deutsche Orientforscher kam 1760 als erster Europäer nach Manakha und beschrieb die ´ansehnliche Stadt, in welcher sich an den markttagen viele Leute zu versammeln pflegen´. Nach einer Mittagsrast beginnt unser Trekking und wir wandern durch den alten Markt auf einem gut begehbaren Weg den Berg hinauf bis zum malerischen Bergdorf Laqamat Al Qadi. Unzählige kunstvoll angelegte Terrassenfelder, auf denen meist Kaffee und Kat gedeihen, bedecken die Berghänge. Kaffee wird hier bis in eine Höhe von ca 2300 m angebaut. Kat ist ein bis zu 4 Meter hoher Strauch, dessen zarte Triebe gekaut werden. Im sozialen Leben der Jemeniten (Frauen und Männer) spielen die nachmittäglichen Treffen zum Kat-Kauen eine zentrale Rolle. Wir wandern vorbei an Bergdörfern und einem mächtigen, festungsartigen Berghaus zu einem der wichtigsten Pilgerorte der Ismaeliten nach Al Hotaib (2.500 m). Auf einem Felsen über den Bergen thront eine kleine weiße Moschee. Unweit von Al Hotaib zelten wir. Gehzeit: 3h; Aufstieg: 400m; Übernachtung im Zelt [FA]
6. Tag Al Hotaib – Al Ianeh - Al Hajarah
Wie setzen unser Trekking fort ins Herz des Haraz-Gebirges. Auf alten Verbindungswegen wandern wir mit immer wieder wunderschönen Ausblicken über Felsplateaus und Wadis zum Dorf Al Ianeh (2.600m) und erreichen auf der anderen Talseite Arrjaz. Durch weitere malerische Bergdörfer und auf schönen Pfaden durch bewirtschaftete Terrassen erreichen wir Al Hajarah. Auf einem steilen Fels erbaut, scheint Al Hajarah wie eine nicht bezwingbare Burganlage; seine Häuser stehen so dicht nebeneinander, dass die Außenwände an eine mächtige Wehrmauer erinnern. Steinstufen und ein befestigtes Tor führen ins Innere des mittelalterlichen Dorfes. In den engen Gassen, die von prachtvollen, teilweise 5- bis 7-stöckigen, prunkvoll verzierten Wohnburgen gesäumt werden, scheint die Zeit stehen geblieben. Das Haraz gilt als Heimat “echter Bergjemeniten', die auf ihr Land und ihre Traditionen besonders stolz sind. Eine dieser Traditionen ist das Tragen eines Krummdolches (Dschambija). Die Dschambija ist die Zierde des Mannes und sagt viel über seinen Status aus. Material und Verarbeitung lassen die Qualität des Dolches erkennen. So gibt es auch Griffe aus Elfenbein und Scheiden aus Silber. Nach einem Rundgang durch die mittelalterliche, einer Wehrburg gleichenden Altstadt erreichen wir unser Funduk, ein traditionellen Gasthaus mit familiärer Atmosphäre. Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 400m; Übernachtung im Funduk [FA]
7. Tag Al Hajara – Kahel – Jebel Bura Massiv
Während morgens ein Fahrzeug mit unserem Gepäck schon weiterfährt und unterwegs für Proviant sorgt, unternehmen wir bei Al Hajara eine etwa 3-stündige Wanderung. Als würden wir durch mittelalterliche Wehrburgen wandern, fühlen wir uns beim Erkunden der Dörfer in eine andere Zeit versetzt. Wir erreichen Kahel. Auffällig sind die üppig bemalten Hauswände und mit weiß getünchten Ornamenten verzierten Steinfassaden. Die Dörfer gleichen Adlerhorsten und scheinen förmlich aus dem felsigen Berggipfel zu wachsen. Wir steigen über Treppenstufen in Serpentinen ab nach Manakha. Nach der Mittagsrast verlassen wir die Gebirgsketten des Haraz und fahren über Bajil, einem wichtigen Marktflecken der Tiefebene Tihama, hinein in das Bura-Gebirge. Über eine teilweise abenteuerliche Piste durch das Wadi Seham, vorbei an zahlreichen Dörfern erreichen wir das kleine, auf einem schmalen Bergabsatz liegende Bergdorf Al Mugry (1.300 m). Hier werden unsere Zelte für die nächsten drei Nächte stehen. Der Lagerplatz ist klein und manchmal staubig, aber in der steilen Berglandschaft des Jebel Bura Massivs der einzige geeignete Platz zum Campen. Hier gibt es durch eine Zisterne auch eine gewisse Wasserversorgung. Unser Standort für die nächsten Tage gibt den Blick auf die verschiedenen Gipfel des Bura-Gebirges. Wir sind umgeben von schmalen, mit Kat und Kaffee bepflanzten Terrassen, die das Dorf umgeben und sich an den steilen Berghängen bis in Gipfelnähe hochziehen. Generationen von Bergbauern haben an den Terrassen gearbeitet und für ihre Erhaltung gesorgt. Das Jebel Bura Gebiet stellt von Westen her die erste Bergkette nach der heißen Küstenebene der Tihama dar. Dank seiner Lage erhält der Berg reichlich Niederschläge und besitzt eine natürliche Waldvegetation. Hier ist das Grüne Herz des Jemen! Gehzeit: 3h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 450m; Übernachtung im Zelt [FA]
8. Tag Jebel Bura-Massiv – Besteigung Jebel Al Izan
Der heutige Wandertag entspricht beinahe einer 3-Fuß-Tour. Der Aufstieg ist technisch nicht schwierig, erfordert aber Ausdauer und Trittsicherheit. Da es unterwegs wenig Schatten gibt, kann es je nach Jahreszeit sehr heiß sein. Für die Anstrengung werden wir jedoch reichlich mit schönen Aussichten belohnt. Teilnehmer/-innen, die die Wanderung nicht machen möchten, haben die Möglichkeit, diese Etappe auszulassen und die Zeit mit den Fahrern in den schattigen Katfeldern rund um unseren Zeltplatz zu verbringen und kleine Spaziergänge durch die Dörfer zu unternehmen. Die Gruppe fährt auf einer Piste nach Al Rebat (1.500 m). Auf einem schmalen, alten Treppenweg aus Natursteinen steigen wir durch malerische, mit Kaffee, Kat, Mais und Hirse bepflanzte Terrassen auf und kommen an kleinen Dörfern vorbei. Noch heute werden die Steinhäuser nach jahrhundertealter Tradition erbaut, die Steine aus der Umgebung ohne Zement zusammengefügt. Hier sind die Jemenitinnen meist nicht verschleiert und tragen schwarze, mit Goldstickerei verzierte Kleider (die Frauen wollen nicht fotografiert werden - bitte respektieren!). Die Dorfbewohner begegnen eher selten Wanderern und sind sehr freundlich und interessiert. Wir wandern weiter und erreichen schließlich am Al Izan (2.200 m) einen der Gipfel des Jebel Bura Massivs. An klaren Tagen können wir schon während des Aufstiegs den atemberaubenden Blick auf die umliegenden Bergketten und auf tief eingeschnittene Täler genießen; so manche Bergspitze wird von einem Dorf “gekrönt' und scheint sich in den Wolken zu verlieren. Stimmungsvoll ist der Anblick der Wolken, die die Berge des Öfteren in ein weiches Wattepaket zu wickeln scheinen. Nach einer wohlverdienten Rast steigen wir auf einer anderen Bergseite ab und gelangen unterwegs durch ein Dorf (1.450 m), dessen Moschee oft von Gläubigen verehrt wird, deren Familien ein krankes Kind zuhause haben. Schließlich erreichen wir wieder unseren Zeltplatz in Al Mugry. Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 800m; Übernachtung im Zelt [FA]
9. Tag Jebel Bura-Massiv – Naturschutzgebiet bis Al Mauqa’a
Heute unternehmen wir eine ausgedehnte, mehrstündige Wanderung am Jebel Rugab, wo wir das Jebel Bura Gebiet von einer anderen Seite des Berges her kennen und so neue Ausblicke in die Tiefebene der Tihama gewinnen werden. Der Startpunkt ist in etwa 1.500 m Höhe und wir wandern über das Dorf Al Judaidah und später über einen gut begehbaren Weg über die Ortschaft Al Aayoun, wo es mehrere Wasserquellen gibt nach Al Udschuor (1.300 m). Nach einer verdienten Mittagsrast steigen wir auf kleinen Treppenwegen und Geröllwegen entlang der steilen Terrassenfelder ab. Der Terrassenbau ist teils unglaublich perfekt. Oft sind die Natursteinmauern bis zu 2 m hoch, doch die landwirtschaftlich nutzbare Fläche nur 50 cm breit! Bei diesem Abstieg bewältigen wir anstrengende 1.500 Höhenmeter und durchqueren dabei ein Naturschutzgebiet, das zu den grünsten Regionen im Jemen gehört. Es wachsen Akazien, Ficus-Bäume, Baobab-ähnliche Bäume und eine Menge Aloe Vera. Mit etwas Glück entdecken wir vielleicht sogar Paviane. In Al Mauqa´a (350 m) warten die Jeeps auf uns, um uns zum Lagerplatz zurückzubringen. Um der Hitze und den Moskitos in den Tieflagen der Tihama zu entgehen, kehren wir zu unserem Zeltplatz in den Bergen zurück. Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 1500m; Übernachtung im Zelt [FA]
10. Tag Jebel Bura - Sanaa
Nach dem Frühstück fahren wir vom Jebel Bura über Bajil und den Jassleh Pass (2.770m)nach Sanaa zurück. Die Fahrt wird etwa 6 Stunden dauern. Nachmittags bummeln wir durch die Altstadt von Sanaa. Dies lohnt sich auch besonders am Abend. Bis in die Nacht hinein herrscht reges Markttreiben und die Kulisse der von innen beleuchteten Altstadtpaläste mit den schimmernden Buntglasfenstern scheint einem Märchen aus 1001-Nacht zu entstammen. Übernachtung im Hotel [FA]
11. Tag Sanaa – Seyun - Al Hajjarain
Morgens sehr früh Transfer zum Flughafen für den Flug nach Seyun im Wadi Hadramaut. Mit der Ankunft im östlichen Landesteil des Jemen erleben wir starke Kontraste. In Bezug auf Kultur, Bevölkerung, Landschaft und vor allem Baustil scheinen wir beinahe in einem anderen Land angekommen. Wir werden vom Flughafen zum Hotel gebracht. Nach einer kurzen Rast fahren wir vorbei am Heiligengrab Mashad Ali zu dem auf einem steilen Bergrücken liegenden Dorf Al Hajjarain. Alleine der Anblick der auf dem Felssporn liegenden Stadt gehört zu den prägenden Bildern des Jemen. Wir erkunden die traditionelle Oberstadt, von der wir einen Blick hinunter ins Wadi Doan und die Palmengärten haben. Bei der Rückfahrt nach Seyun bekommen wir von Shibam einen ersten Eindruck, da die Straße dort vorbei führt. Ausführlich Zeit für die Besichtigung und den Sonnenuntergang dort nehmen wir uns morgen. Übernachtung im Hotel [FA]
12. Tag Tarim - Ainat - Shibam
Von Seyun fahren wir ostwärts durch das Wadi vorbei an der Grabanlage des Ahmed Ibn Issa nach Ainat. Wir besuchen die sehenswerten Kuppelgräber mit einzigartigen Inschriften. Eine Besonderheit sind die Kalkbrennöfen am Wegesrand. Noch heute wird hier auf traditionelle Art die Basis für die weiße Schicht der obersten Stockwerke der typischen Lehmbauten des Hadramaut hergestellt. Wir erreichen Tarim, das bekannt ist für das in quadratischer Form gearbeitete Minarett der Al Midhar-Moschee. Es ist das höchste Minarett Südarabiens (50 m). In Tarim stehen zahlreiche, sehr große Kaufmannshäuser der einflussreichen Familie Al Kaff, alle in Lehmbauweise errichtet. Wir besichtigen die bedeutende Al Aghaf-Bibliothek mit etwa 5000, teils 400 Jahre alten handgeschriebenen Büchern und interessanten Kalligraphien. Nachmittags fahren wir nach Shibam, das wegen seiner einzigartigen Lehm-Hochhäuser von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Geht man durchs Stadttor, vorbei an Teehäusern, in denen die Einheimischen Wasserpfeife rauchen, fallen zuerst einmal die vielen Ziegen auf. Autos können in den engen Gassen kaum fahren. Shibam wird auch das “Chicago der Wüste' genannt, denn seine mehrstöckigen, altarabischen Lehmhäuser erinnern an Wolkenkratzer. Die meist 8-stöckigen, bis zu 500 Jahre alten Lehmhochhäuser laufen nach oben trapezförmig zu. Die weißen Obergeschosse sind mit Kalkfarbe als Schutz vor Wind und Wetter bemalt. Zum Sonnenuntergang steigen wir auf der anderen Talseite auf einen Berg. Von dort aus betrachtet wirkt die aus der Wüste aufragende Skyline der Stadt unvergleichlich. Rückkehr nach Seyun zu unserem Hotel. Übernachtung im Hotel [FA]
13. Tag Seyun – Sanaa
Vormittags besichtigen wir den Sultanspalast von Seyun, dem einstigen Sitz des Kathiri-Sultanates. Der prachtvolle Palast (Lehmbau) spiegelt den Reichtum seiner Herrscher wider. Das Bauwerk besteht aus 110 Räumen, die auf 6 Stockwerken verteilt sind. Vom Dach aus haben wir einen schönen Blick auf die Oase Seyun. Zahlreiche, schlanke Minarette sowie die charakteristische grüne Kuppel des Heiligengrabes am Friedhof überragen die Häuser der Stadt. Nachmittags fliegen wir von Seyun nach Sanaa. Wenn wir Glück haben, können wir kurz nach dem Start aus der Vogelperspektive noch einmal sehen, wie die Wolkenkratzer von Shibam aus der Wüste herausragen. Nach Ankunft in Sanaa werden wir abgeholt und zu unserem Hotel mitten in der Altstadt gebracht. Wer bei Dunkelheit noch einmal durch die umliegenden Gassen läuft, erlebt Sanaa wie eine Märchenstadt. Auf den ohnehin schon reich verzierten Fassaden der Häuser leuchten überall Buntglasfenster, sobald in den Wohnungen die Lichter angehen. Übernachtung im Hotel [FA]
14. Tag Wadi Dahr – Sanaa
Nur wenige Kilometer von Sanaa entfernt erstreckt sich das grüne Wadi Dahr, bekannt für den schönen Sommerpalast des Imam Yahya. Weiße Gipsornamente und viele Buntglasfenster zieren den erdfarbenen, auf einem steilen Fels thronenden Palast. Auf einem Plateau oberhalb des Wadi Dahr treffen sich freitags Hochzeitsgesellschaften, um die Aussicht zu genießen und zu tanzen. Mit etwas Glück sind wir heute Augenzeugen dieser jemenitischen Tradition. Wer fotografieren möchte, sollte vorher um Erlaubnis bitten! Nach unserer Rückkehr nach Sanaa haben wir nachmittags Zeit für letzte Einkäufe im Suk oder einen Bummel durch die Gassen. Bis zum Abflug steht der Gruppe ein Zimmer zur Gepäckaufbewahrung zur Verfügung. Am Abend treffen wir uns zu einem gemeinsamen Abschiedsessen. Danach Transfer zum Flughafen und Abflug gegen Mitternacht nach Frankfurt. [FA]
15. Tag Ankunft
Morgens Ankunft in Frankfurt.
Charakter der Tour und Anforderungen:
Sie unternehmen 4- bis 8-stündige Wanderungen, die zwar keine technischen Schwierigkeiten aufweisen, aber sehr gute Kondition, Ausdauer und Trittsicherheit (d.h. sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände) erfordern. Achtung: Die Wanderungen am 8. und 9. Tag entsprechen bezüglich der erforderlichen Kondition einer 3-Fuß-Tour, könnten aber notfalls von Teilnehmern auch ausgelassen werden und Sie können stattdessen mit den Fahrern mitfahren. Ungewohnte klimatische Verhältnisse (wie Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, in den höheren Lagen auch stechende Sonne und kühler Wind, sommerliche, trockene Hitze v.a. im Hadramaut) können den Organismus belasten. Klimaverträglichkeit ist daher sehr wichtig. Bei den längeren Wanderungen auf Hochplateaus/durch Wadis besteht zum Teil die Möglichkeit, streckenweise im Jeep zu fahren. Als Vorbereitung empfehlen wir regelmäßige, mehrstündige Bergwanderungen und Waldläufe. Für die Fahrten stehen große Jeeps (maximal mit 4 Teilnehmern besetzt) zur Verfügung. Die teilweise langen Fahrten setzen gutes Durchhaltevermögen voraus. Auf den Hauptstrecken sind die Straßen in einem relativ guten Zustand und durchgehend asphaltiert. Lediglich auf Nebenstrecken zu den Wandergebieten kann es auch einmal über Staubpisten gehen, und streckenweise kann nur langsam gefahren werden. Die Verpflegung besteht vor allem aus Reis, Fleisch und Gemüse, denen im Land reichlich vorhandene Gewürze beigegeben werden. Zu den meisten Gerichten gibt es im Jemen Fladenbrot, das je nach Region in verschiedenen Varianten zubereitet wird.
Im Reisepreis enthalten
- An / Abreise: Linienflug mit Yemen Airways Frankfurt – Sanaa – Frankfurt
- Unterkunft / Verpflegung: Übernachtungen in Hotels, Gästehäusern und Zelten; meist Halbpension
- Transfers / Besichtigungen: Inlandsflüge mit Yemen Airways, Transfers und Überlandfahrten
- Reiseleitung / Betreuung: örtlicher, Deutsch sprechender Reiseleiter
- Versicherungen / sonstiges: Eintrittsgebühren; unser Versicherungspaket
- Nicht enthaltene Leistungen:
Visakosten (40, - Euro); fehlende Mahlzeiten, Getränke und Trinkgelder (zusammen ca. 80, - - bis 100, - - Euro); Einzelzimmer/ - zelt - Zuschlag; individuelle Ausflüge und Besichtigungen sowie Ausgaben persönlicher Art; Reisegepäck - , Reiseunfall - und Reiseabbruch - Versicherung.
Wunschleistungen
- Visum Jemen: ab
40,- €
- Mindestteilnehmerzahl: 10
- Maximale Teilnehmerzahl: 16





+49 (0) 9408 - 86 98 403



Frankfurt