Syrische ImpressionenReise Nr. 1313 Syrien gilt als Wiege der Kulturen, weshalb man dort sagt: »Jeder Mensch hat zwei Heimaten, seine eigene und Syrien.« Lernen Sie mit mir, einer Archäologin, die Höhepunkte unserer zweiten Heimat kennen. Gemeinsam entdecken wir ein Land voller kultureller, religiöser und landschaftlicher Vielfalt und tauchen ein in die Düfte und Geräusche von 1001 Nacht. Ich freue mich darauf! Ihre Nicole Richter Reiseverlauf:1. Tag: Anreise nach DamaskusIhr Syrien-Abenteuer beginnt! Während Ihres Fluges nach Damaskus können Sie ja überlegen, worauf Sie sich am meisten freuen. Die Hauptstadt? Aleppo, die Perle des Orients? Oder die legendäre Oasenstadt Palmyra? Vom Flughafen geht es ins Hotel, wo Sie zweimal übernachten. (A) 2. Tag: Damaskus - das »Paradies auf Erden«Damaskus, Syriens Hauptstadt - der Ort an dem Antike und Mittelalter auf Orient und Moderne treffen. Wir stimmen uns erst einmal auf den Tag und die Reise ein, indem wir im Nationalmuseum eine Zeitreise durch die Kultur- und Kunstgeschichte Syriens machen. Vor der Tekkiye-Moschee des 16. Jahrhunderts bewundern wir die filigrane Arbeit des osmanischen Stararchitekten Sinan, tauchen in Düfte und Geräusche der Souks ein und landen schließlich vor dem Grabmal Saladins, des größten Gegenspielers der Kreuzritter. In der einzigartigen Omayyaden-Moschee verschmelzen byzantinische und islamische Einflüsse zu einer eleganten Einheit. Der märchenhafte Azem-Palast empfängt uns mit seinen volkskundlichen Sammlungen, und abends, wenn die Dunkelheit sich wie ein Mantel über die Stadt legt, schauen wir vom Berg Kassioun auf das Lichtermeer des »Paradieses auf Erden«. (F, A) 3. Tag: an die Küste der KreuzfahrerAuch wenn die Region an der Küste um Tartus schon auf 3.000 Jahre Besiedlungsgeschichte zurückblicken kann, die Stadt wurde von den Kreuzfahrern entscheidend ausgebaut. Zeit für uns, sich erstmals mit den mittelalterlichen Auseinandersetzungen zwischen Orient und Okzident um das Heilige Grab in Jerusalem genauer zu befassen und zu fragen: Wer waren eigentlich die Kreuzritter, und was führte sie in das Heilige Land? In den Ruinen des fast 4.000 Jahre alten Ugarit haben Archäologen eine der frühesten Medienrevolutionen entdeckt: Sie fanden das erste Alphabet in der Geschichte der Schrift. Wenn wir in Latakia angekommen sind, lehnen wir uns zurück, entspannen uns und gönnen uns ein Bad im Meer. Eine Übernachtung in Latakia. 380 km (F, A) 4. Tag: Apameia und AleppoApameia am Orontes, jenseits des Alawiten-Gebirges! Pompeius ließ die Stadt im 1. Jahrhundert vor Christus zerstören - einhundert Jahre später entstand sie neu, glanzvoller als vorher. Mehrere hunderttausend Menschen sollen hier gelebt haben. Wenn wir durch die 1.600 Meter lange Säulenstraße gehen, können wir es uns fast vorstellen. Dann ruft Aleppo, und wir tauchen ab in den puren Orient. Wir besuchen Medressen, klopfen in Karawansereien an das Tor, bewundern die Große Moschee und stehen schließlich in der Zitadelle, die hoch über der Stadt thront. Am Nachmittag bekommen alle, die es noch nicht können, ihre Lektion im Feilschen! Wir schlendern über den größten Basar des Orients, und fast scheint es so, als reisten wir nicht im 21. Jahrhundert, sondern irgendwann im Mittelalter. Zwei Übernachtungen in Aleppo. 315 km (F, A) 5. Tag: Aleppo und Simeons-KlosterWir fahren durch ausgedehnte Olivenhaine im nördlichen Kalksteinmassiv und hören, dass es eben diese Olivenkultur war, die in der Antike den Reichtum und die Bedeutung der Region begründete. Was machte eigentlich ein frühchristlicher Säulenheiliger? Im Simeonskloster, das nach dem Tod des gleichnamigen Asketen im 5. Jahrhundert an seiner Wirkungsstätte gebaut wurde, lassen wir uns aufklären. Am Nachmittag sollten Sie sich an die Fersen Ihres Studienreiseleiters heften. Er nimmt Sie mit in die Altstadt von Aleppo und zeigt Ihnen die versteckten Schätze des Viertels. 100 km (F, A) 6. Tag: Byzantinische StädteAls die Syrer in den 1970er Jahren den Euphrat zum Assad-See aufstauten, waren die Iraker - euphemistisch gesprochen - nicht gerade begeistert davon, dass man Ihnen das Wasser abgrub. Abseits des politischen Streits über die gerechte Verteilung von Wasser im Nahen Osten freuen wir uns, dass wenigstens die malerische Burg Qalaat Djabar aus den Fluten des Stausees herausragt - ein wunderbares Fotomotiv. Wir kommen in das alte byzantinische Sergiopolis, das heutige Resafa, und hören vom Märtyrertod des heiligen Sergios, der die Stadt zu einem bedeutenden frühchristlichen Pilgerziel werden ließ. In der ausgedehnten Ruinenstadt mitten in der Wüste ließe sich spontan ein historischer Monumentalfilm drehen. Wir übernachten in der Oase Palmyra. 300 km (F, A) 7. Tag: Palmen und SäulenStellen wir uns vor, wir wären antike Kaufleute auf dem Weg von Damaskus an die Ufer des Euphrat: Lange sind wir mit unserer Karawane durch unwirtliche Gegenden gezogen, und dann liegt sie am Horizont vor uns, die glänzende Oasenstadt Palmyra! Damals wie heute beeindrucken die Dimensionen der Stadt. Wir spazieren vorbei an Tempeln und Grabtürmen und durch monumentale Säulenstraßen. Um den gigantischen Tempel des Baal muss selbst Rom diese Stadt beneiden! Abends haben Sie die Wahl: Möchten Sie von der arabischen Burg den atemberaubenden Blick auf Palmyra genießen? Oder lieber eine Tasse Mokka vor dem Hotel trinken? (F, A) 8. Tag: frühchristliche KlösterNoch einmal zu Rittern und Mönchen! Wir fahren durch die syrische Wüste westwärts an die Abhänge des Antilibanon und stehen unvermittelt vor der eindrucksvollsten und massivsten Burg des Orients - Krak des Chevaliers. Noch einmal tauchen wir ab in eine Zeit, als Heilige Kriege und Kreuzzüge die gegenseitige Wahrnehmung von Christen und Muslimen bestimmten. Dass der Tag mit Gedanken an Frieden und Glaube endet, ist dann Verdienst unseres Besuchs in Maalula , einer Stätte des frühen Christentums. Seltsam klingen die Gebete der Menschen, die hier leben. Es ist der alte aramäische Dialekt, die Sprache Jesu. Durch eine Schlucht spazieren Sie vom Mönchskloster Mar Sarkis zum Nonnenkloster der heiligen Thekla, einer Schülerin des Paulus. Dann hat uns Damaskus für zwei letzte Nächte wieder. 315 km (F, A) 9. Tag: im HauranSyria - das römische Syrien - hatte vor allem eine Aufgabe: Es war die Kornkammer des Reiches. In Shahba, dem alten Philippopolis, wurde Philippus Arabs geboren, einer der römischen Soldatenkaiser des 3. Jahrhunderts. Wir besuchen sein Familienheiligtum, bevor wir der UNESCO-Welterbestätte Bosra einen Besuch abstatten. Wir sind gleich doppelt beeindruckt. Zum einen vom besterhaltenen Theater der antiken Welt, zum anderen von den Menschen, die heute noch zwischen den Ruinen der Antike wohnen. 290 km (F, A) 10. Tag: RückreiseIhr Syrien-Abenteuer endet heute. Von Damaskus fliegen Sie nach Hause. (F) Ihre Hotels
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